von Paul S.

Was ihr benötigt:

  • Erlenmeyerkolben
  • Magnetrührer
  • Rührfisch

Starter vorbereiten

  • In einem Topf 150ml Wasser mit 10g Trockenmalzextrakt verrühren (Stammwürze sollte bei 8°P-10°P liegen)
  • Zum Kochen bringen
  • 10 Minuten kochen
  • Erlenmeyerkolben mit Wasser füllen, Rührfisch mit hinein und ebenfalls zum Kochen bringen (einfach auf die Herdplatte stellen, das kann der ab) = Desinfizieren

Hinweis:
Ich koche die Starterwürze getrennt in einem separaten Topf. Da bei Trockenmalzextrakt die Würze sehr schnell überkocht, nutze ich eine „Kochblume“ auf dem Topf. Ihr könnt auch die Würze im Erlenmeyerkolben kochen, so spart ihr euch einen Schritt.

Aufwecken:

  • Ca. eine Woche vor Brautermin die NaCl Flasche kräftig schütteln (die Hefe lagert sich am Boden ab)
  • Druckausgleichsspritze mit Sterilfilter einstechen
  • 20ml Kochsalzlösung-Hefegemisch mit einer weiteren Spritze entnehmen und in die vorbereitete Würze (8-10°P) geben
  • Den Starter kräftig schwenken um O2 einzutreiben
  • Auf Magnetrührer stellen und mit Alufolie abdecken


Propagieren für 20l Würze mit 12°P:

  • Magnetrührer nun auf oberste Stufe stellen ➡ Strudel bis auf den Boden (wir brauchen jetzt O2 in der Würze!)
  • Nach ein paar Stunden reicht eine niedrige Stufe (Strudel gerade so sichtbar)
  • Ich gehe nun bei meiner Propagation im besten Fall wie folgt vor:
    • Tag 2: 200ml Würze hinzu, 300ml Starter
    • Tag 3: 300ml Würze hinzu, 600ml Starter
    • Tag 4: 400ml Würze hinzu 1000ml Starter
    • Tag 5: Brautag mit 1l Starter

Hinweis:
Bei einem Wyeastbeutel (frisch, nicht zu alt) gehe ich noch einfacher vor. Dabei wird der Beutel direkt in 1l Starterwürze gekippt und für 24-36h auf den Magnetrührer vermehrt.

  • Ihr könnt auch den Starter dekantieren:
    • Dazu einfach am fünften Tag den Starter in den Kühlschrank stellen und 24h lang die Hefe absetzen lassen, die überschüssige Würze oben drauf vorsichtig(!) abgießen und verwerfen
    • So habt ihr nur die dickbreiige Hefe
    • Brautag ist dann der sechste Tag
    • #glaubensfrage

Hinweis:
Ihr könnt als Starterwürze auch eingelagerte Würze vom letzten Brautag oder Malztrunk verwenden. Den Malztrunk trotzdem kochen, um das CO2 auszutreiben. Ich nehme dafür manchmal Braumeisters Kraftmalz Malztrunk. Darauf achten, dass nicht mit Süßstoff gesüßt wurde!

Meine Berechnung (vereinfacht!):

  • ist eher was für den Bierdeckel und sicher nicht so detailliert
  • Pro Liter und °P Starterwürze entstehen 16 Mrd. Hefezellen
  • Ein Liter Starterwürze mit 9°P führt zu ca. 140 Mrd. neuen Hefezellen
  • Anstellrate (für Würzen nicht Starterwürze):
    • Ales: 0,75 Mrd. Zellen pro °P x Liter
    • Lager: 1,25 Mrd. Zellen prp °P x Liter

Für 20l Pale Ale mit 12°P und einer Anstellrate von 0,75 Mrd. Zellen pro °P x Liter brauche ich also 180 Mrd. Zellen. In einem Wyeastbeutel haben wird durchschnittlich 80 Mrd. Zellen (je nach Alter des Beutels usw.). 100 Mrd. Zellen brauchen wir also noch. Rechnung 100 / 14 = 0,7l Starter

Diese Berechnung beruht auf Kai Tröster.
Ich bin kein riesen Mathematiker und ganz ehrlich ist die Hefezellen Berechnung eher lästig für mich. Deshalb bin ich bei diesem Schema hängengeblieben. Für mich lässt sich daraus folgende Faustformel bei 20l Würze herunter brechen:

  • Ales: 1l Starter
  • Lager: 2l Starter

Berechnungshilfen findet ihr auch hier:

Anstellen:

  • Der Starter sollte (langsam) bei Umgebungstemperatur auf Anstelltemperatur gebracht werden ➡ Vor allem bei UG beachten ❗❗❗
  • Am Besten leicht unter Anstelltemperatur in die Würze geben, so fühlt sich die Hefe direkt wohl

Starter in die Würze kippen und anschließend das Jungbier kräftig belüften.

Das ist mein Vorgehen, welches ich mir aus dem Forum und meiner Hobbybrauerfahrung zusammengestellt habe. Damit möchte ich euch nur eine möglichen Herangehensweise zeigen.

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