von Christian D.

Bereits in der Anmeldungsphase war die Resonanz sehr zufriedenstellend. Dies führe ich vor allem auf die große Unterstüzung des MüZe zurück, die den Kurs beim Wiesbadener Kurier angemeldet und in der Lokalzeitung „geteilt“ haben. Den Artikel des Wiesbadener Kurier über den Braukurs findest du hier: https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/untertaunus/taunusstein/funf-bierproben-mit-nach-hahn-gebracht_20083878
Am Veranstaltungstag waren alle Teilnehmer – bis auf einen krankheitsbedingten Ausfall – pünktlich. Insgesamt waren es 7 Brau-Interessierte im Alter zwischen 31 – 75 (geschätzt) mit den verschiedensten Hintergründen, was zu interessanten Gesprächen führte.
Ziel war es an diesem Tag einen gemeinsamen Sud für den Vatertag (#Familienzentrum) zu brauen. Dafür fuhr ich meine eigene Brauanlage an den Veranstaltungsort. Dort sollte während der üblichen Pausen der Brauprozess mit Hilfe einer Powerpointpräsentation erläutert werden. Dazu sollte es Bier und Knabberbrezeln für zwischendurch geben.

Meine Anlage besteht aus einem Thermoport zum Maischen, einer Elektrokochplatte und 40l Topf zum Kochen und einem Einkocher zum Vorheizen der Nachgüsse.
Entsprechend schnell war das Auto entladen und das Equipment aufgebaut. Nach ca. 15min. Aufbau konnte mit dem Vorheizen begonnen werden. Während dieser Zeit konnten die Teilnehmer sich schon mal gegenseitig kennenlernen und „ankommen“.

Bis zum Erreichen der Einmaischtemperatur hatte ich das erste Bier verteilt und eine kurze Vorstellungsrunde durchgeführt. Leider waren Beamer und Leinwand nicht vor Ort auffindbar und ich musste improvisieren. Das Ganze wurde also zu einer Art Frage- und Antwort-Runde.

Der Brauprozess im Hintergrund diente mir während des gesamten Kurses als roter Faden und ich konnte gut auf die zahlreichen Fragen der Teilnehmer eingehen. Letztendlich werde ich auch beim nächsten Kurs auf eine Präsentation verzichten und lediglich ein Whiteboard oder eine Tafel zum Veranschaulichen verwenden.

Um die Teilnehmer nicht zu überfordern, hatte ich mich im Vorfeld entschieden ein simples SMASH Pale Ale mit Cascade im Kombirastverfahren zu brauen. Andere Verfahren wurden natürlich auch angesprochen. Am Ende sind ca. 23l mit 12,5% Stammwürze im Gäreimer gelandet. Abgekühlt wurde über Nacht und angestellt mit 2 Tage alter englischer Erntehefe (WLP 006) aus einem Golden Ale, die im Kursbier zum Gärende ca. 84% SEVG erreicht hat (4% mehr als der Hersteller angibt).

Insgesamt wurden 5 Biere verkostet welche sehr gut angenommen wurden (Saison, Golden Ale, Grut, IPA, Erdnussbier mit London ESB (danke Paul)) lediglich das IPA (Stone IPA, 1 Monat alt, Dose) fiel in der Wahrnehmung der Teilnehmer deutlich ab.

Zwischenzeitlich hat mich eine lokale Feuerwehr angesprochen ob ich auch dort mal ein oder zwei Kurse machen würde. Ein zweiter und dritter Kurs im MüZe wurde ebenfalls schon ins Auge gefasst.

Fazit:
Teilnehmergruppe, Veranstaltungsort und Ablauf haben sich sehr gut angefühlt. Ein Whiteboard oder eine Tafel sind für einige Veranschaulichungen recht sinnvoll. Der technische Aufwand sollte weitestgehend minimiert werden, da man während des Erklärens doch nicht immer zu 100% beim Brauprozess ist. Die Teilnehmer sollen von „Schnickschnack“ wie verschiedenen Rasten, Läutergrant mit Pumpe etc. nicht abgeschreckt werden, sondern von einem möglichst simplen und überschaubaren Prozess angefixt werden.
Die Brausportgruppe benötigt schließlich Mitglieder.

Kategorien: Allgemein

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